Zwiebelwickel bei Husten

Husten ist oft ein Symptom und keine unabhängige Krankheit

Zwiebelwickel bei Husten zählt zu einem altbewährtem Hausmittel. Grundsätzlich gehört das Husten zu den essenziellen Schutzmechanismen des menschlichen Körpers. Es hilft uns, Fremdkörper aus der Luftröhre oder den Atemwegen zu entfernen oder bei Erkrankungen Schleim abzuhusten.

Daher ist das Husten also keine Erkrankung an sich, sondern kann in Verbindung mit Atemwegserkrankungen als Symptom auftreten.

Das bedeutet aber nicht, dass jeder Husten gleich ein Anzeichen für eine Erkrankung darstellt.

Funktion und Entstehung des Hustens

Husten hat eine reinigende Funktion. Mitunter kann er auch lediglich dazu dienen, die Atemwege von eingeatmetem Staub oder Fremdkörpern zu befreien.

Dies geschieht explosionsartig – die Luft wird durch den ausgelösten Hustenreflex mit einer Geschwindigkeit von bis zu 500 Kilometern pro Stunde ausgestoßen und befördert somit Krankheitserreger oder Stoffe aus den Atemwegen nach draußen.

Husten entsteht oft durch Infektionen der oberen Luftwege. Viren oder Bakterien infizieren den Nasen-Rachen-Raum, die Folge sind z. B. Halsschmerzen, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen, Sekretbildung, Fieber, Entzündungen der Nasennebenhöhlen oder der Stirnhöhle.

Zu Beginn der Erkrankung kommt es zu einem trockenen und quälenden Reizhusten, der im Verlauf in einen produktiven Husten übergehen kann.

Welche Ursachen kann Husten haben

Husten kann die unterschiedlichsten Ursachen haben, harmlose ebenso wie ernsthafte und bedrohliche Ursachen.

Insbesondere an kalten Herbsttagen tritt Husten häufig als Begleiterscheinung bei Atemwegserkrankungen auf, z. B. Erkältungen bzw. grippale Infekte, Grippe, Lungenerkrankungen, Lungenentzündungen, Rachen- und Kehlkopfentzündungen, Entzündungen der Bronchien.

Bei Bronchitis, Asthma, Keuchhusten oder Grippe-Erkrankungen ist er eines der Hauptsymptome.

Außerdem ist Husten manchmal eine Nebenwirkung bestimmter Medikamente.

Rauchen ist oft der Auslöser eines jahrelangen, chronischen Hustens (Raucherhusten).

Bösartige Ursachen können beispielweise Lungenkrebs oder andere Krebserkrankungen sein.

Auch Herzschwäche, Herzinfarkt, Lungenembolie oder Entzündungen der Speiseröhre sind mitunter eine Ursache. Husten kann ein Warnsignal bei Herzinfarkt oder Lungenembolie sein.

Manchmal wird Bluthusten – neben vielen anderen Ursachen – beispielsweise durch eine Lungenembolie ausgelöst.

In aller Regel ist Husten jedoch erst einmal harmlos und kann mit verschiedenen Methoden selbst behandelt werden.

Arten von Husten

Husten ist nicht gleich Husten.

Je nach Ursache kann er nicht nur zu verschiedenen Tageszeiten auftreten, sondern auch unterschiedliche Eigenschaften haben.

Reizhusten ist ein trockener Husten ohne Sekretbildung und ohne Auswurf. Meistens hält sich der Reizhusten sehr lange, auch wenn eine Erkältung längst abgeklungen ist.

Beim produktiven Husten wird sehr viel Sekret gebildet, typisch dafür ist auch der Auswurf von Schleim, der fast jeden Hustenanfall begleitet.

Je nach Art und Dauer des Hustens lassen sich auch seine Ursachen ausmachen. Anhand der Dauer wird zwischen chronischem und akutem Husten unterschieden.

Ist er akut, dauert er maximal bis zu 8 Wochen und wird in der Regel durch Erkältungskrankheiten ausgelöst. Ansonsten kann er auch durch Verschlucken, durch Schadstoffe oder akute Allergien bedingt werden.

Chronisch bedingtes Husten dauert länger als zwei Monate an und kann durch Asthma, COPD, chronische Atemwegserkrankungen oder Tumoren im Bereich der Lunge ausgelöst werden.

Husten kann trocken sein oder produktiv – sprich: mit Auswurf.

Ist das Sekret grün oder gelblich, liegt meist eine Infektion vor.

Ärztliche Abklärung

Bei Symptomen wie Atemnot, Brustschmerzen, Fieber, blutigem Auswurf oder Schmerzen bei der Atmung muss dringend und unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Wenn sich ein hartnäckiger Husten nach einigen Tagen nicht deutlich bessert, sollte ebenfalls ein Arztbesuch zur Abklärung erfolgen.

Behandlung

Neben ärztlich verordneter Behandlung (Antibiotika, hustenstillende oder auswurffördernde Arzneimittel) stehen auch pflanzliche Präparate und altbewährte Hausmittel zur Verfügung.

Hustenstillende und hustenlösende Präparate sollten nicht gleichzeitig gegeben werden, da sie eine gegenteilige Wirkung haben. Sinnvoll ist meistens, tagsüber den Husten zu lösen und damit das Abhusten zu fördern.

Abends und nachts kann man auf Hustenstiller zurückgreifen, damit der quälende Hustenreiz blockiert wird.

Nicht immer sind starke Medikamente vonnöten.Pflanzliche Husten- und Bronchialtees (z. B. mit Inhaltsstoffen wie Isländisch Moos, Eibischblätter, Spitzwegerich, Thymian etc.) können die Behandlung sehr gut unterstützen.

Hausmittel bei erkältungsbedingtem Husten

Es gibt einige Hausmittel, die Sie selbst ausprobieren können, um die Beschwerden und Schmerzen zu lindern.

Neben den beliebten Anwendungen wie Inhalationen, Kartoffelwickel, Milch mit Honig und Umschlägen können auch Zwiebelwickel wirkungsvoll gegen Husten eingesetzt werden.

Nicht erst seit gestern hat sich die Zwiebel bei Husten bewährt. Die Wickel können ganz besonders bei Erkältungserkrankungen helfen, den Hustenreiz und die damit verbundenen Schmerzen zu lösen und zu lindern.

Zwiebelwickel bei Husten

Zwiebelwickel selbst herstellen

Die Herstellung eines Zwiebelwickels geht schnell und ist denkbar einfach. In nahezu jedem Haushalt sind Zwiebeln zu finden und gehören in der Regel zur Grundausstattung jeder Küche. Um die Wickel herzustellen, benötigt man zwei Zwiebeln und ein Tuch. Zunächst schneiden Sie die Zwiebel in dünne Scheiben, die auf das Tuch gelegt werden.

Darin werden sie im nächsten Schritt eingeschlagen und mit einem Nudelholz zerdrückt. Von der Fläche her sollte die komplette Brust mit dem Tuch abdeckbar sein.

Nun wird der Wickel über heißem Wasser erhitzt und kann auf die Brust gelegt werden.

Zwiebelwickel bei Husten – Wirkung

Zwiebelwickel bei Husten wirken vor allem durch das Einatmen des Geruchs der Zwiebel. Die enthaltenen ätherischen Öle bergen Säuren und Vitamine. Diese haben eine reinigende Wirkung und hemmen die Schmerzen, die im Bereich des Zwerchfells und der Brust durch das Husten ausgelöst werden.

Hinzu kommt, dass die Wickel Stoffwechselprozesse anregen. Den Zwiebelwickeln wird außerdem eine schleimlösende Wirkung nachgesagt, wodurch die Erkältung auf natürlichem und gesundem Weg bekämpft werden kann.

Medikamente sind erst dann angesagt, wenn die Beschwerden nicht nachlassen oder trotz der Wickel schlimmer werden.

Auch gegen Hals- oder Ohrenschmerzen werden die Wickel eingesetzt. Die Eigenbehandlung sollte mindestens zwei Stunden im ruhenden Zustand dauern. Je nach Verträglichkeit können die Wickel auch über Nacht getragen werden.