Zwiebelwickel bei Ohrenschmerzen

​Zwiebelwickel  bei Ohrenschmerzen gilt vielen betroffenen Erwachsenen (und auch Kindern) als mildes Mittel und willkommene Alternative zu Antibiotika.

Ohrenschmerzen verursachen bei den meisten Patienten starke Schmerzen. Mal werden sie stechend wahrgenommen, mal brummend.

Besonders häufig treten die Beschwerden bei Kindern auf, welche nicht immer dazu in der Lage sind, auf die Symptome aufmerksam zu machen.

Die Ursachen hinter den Schmerzen sind sehr vielfältig.

Dementsprechend ist es wichtig, dass ein Arzt aufgesucht wird, sobald die Beschwerden nach einigen Tagen nicht verschwinden oder die Schmerzen als sehr intensiv wahrgenommen werden.

Definition

Ohren gehören zu den empfindlicheren Organen des Menschen.

Dies liegt vor allem an den zahlreichen Nerven, die in der Region der Ohren münden. Aufgrund der Neuronen können bereits kleinere Störungen zu unangenehmen Beschwerden führen, die sich letztendlich als harmlos herausstellen.

Dabei treten die Schmerzen in unterschiedlichen Regionen auf, wie im Innen-, Außen- oder Mittelohr.

Wo genau der Schmerz sitzt, bestimmt die zugrunde liegende Ursache. Dabei stellen Schmerzen im Bereich der Ohren keine eigenständige Erkrankung dar.

Es handelt sich um ein Symptom, welches auf eine andere Gesundheitseinschränkung hinweisen möchte. Sehr häufig werden die Schmerzen in Kombination mit Halsbeschwerden beobachtet.

Es existieren unterschiedliche Medikamente und Hausmittel, um Abhilfe zu verschaffen. Damit die Symptome schnell der Vergangenheit angehören, ist es jedoch wichtig, dass eine Diagnose erstellt wird.

Nur so kann garantiert werden, dass die richtigen Therapieansätze zum Einsatz kommen.

Was steckt hinter Ohrenschmerzen?

Die Beschwerden entstehen aufgrund der unterschiedlichsten Bedingungen. Besonders häufig treten sie im Rahmen einer Erkältungskrankheit auf.

In diesem Fall liegt eine Mittelohrentzündung vor. Einer Mittelohrentzündung werden besonders intensive Schmerzen zugeschrieben. Sie entwickelt sich durch das Eindringen von Viren oder Bakterien.

Bei 80 Prozent der Patienten resultiert die Mittelohrentzündung aus einem Virenbefall der Schleimhäute der oberen Atemwege.

Bei den Viren kann es sich um die unterschiedlichsten Arten handeln, wie zum Beispiel Rhino-Viren, RS-Viren oder Influenza-Viren, welche für eine Grippe verantwortlich sind.

Durch die eingedrungenen Erreger ist das Immunsystem in der Regel abgelenkt, so dass es gleichzeitig zu einer Vermehrung von den Bakterien kommt, die das Hautareal auch im gesunden Zustand besiedeln: Streptococcus pneumoniae und Haemophilus influenzae.

Eine weitere mögliche Ursache kann eine Entzündung des äußeren Gehörgangs sein. So lassen sich die Beschwerden zum Beispiel auf Furunkel, Wundrose oder Gürtelrose zurückführen.

Wundrose macht sich vor allem bei Erwachsenen bemerkbar. Spezifische Bakterien können über eine Verletzung in die Haut eindringen und sich dort ausbreiten. Bei der Mehrheit der Patienten wird die Erkrankung durch A-Streptokokken ausgelöst.

Manchmal schmerzt das Ohr nicht nur. Gleichzeitig bemerken Betroffene auch eine Einschränkung ihres Gehörs. Wenn Sie externe Geräusche nur noch vermindert wahrnehmen, liegt eventuell ein Verschluss des Gehörgangs vor.

Dieser entsteht zum Beispiel durch einen Pfropf aus Ohrenschmalz oder Fremdkörper. Insbesondere Kinder zwischen dem zweiten und fünften Lebensjahr nehmen zahlreiche Gegenstände in den Mund, um diese zu entdecken.

Manchmal landen Teile des Spielzeugs oder andere Fremdkörper auch im Gehörgang und verursachen dort Schmerzen.

Verletzungen kommen ebenfalls als Ursache in Frage. Schmerzt das Ohr äußerlich, lassen sich unter Umständen Abschürfungen, Schnitte oder Prellungen feststellen.

Bei Symptomen im inneren Bereich lässt sich eine Trommelfellperforation nicht ausschließen. Spitze Gegenstände oder das grobe Reinigen des Gehörgangs können zu einer Verletzung des Trommelfells führen.

Weiterhin kann eine ähnliche Verletzung durch Druckwellen zustande kommen, wie sie durch sehr lauten Lärm oder während des Tauchens entstehen.

Ohrenschmerzen bei Kindern

Insbesondere bei Kindern werden die Schmerzen im Ohr häufig von allgemeinen Krankheitssymptomen begleitet.

Zu diesen gehören unter anderem Fieber und Husten. Manchmal kommt es darüber hinaus zu Hörprobleme, Ohrensausen oder Schwindelgefühlen.

Schmerzen sind bei Säuglingen generell problematisch, weil die Kleinen ihre Beschwerden nicht ausdrücken können.

Reibt sich Ihr Kind die Ohren und ist es allgemein weinerlich, liegen eventuell Schmerzen im Ohr vor. Die Röhre, welche Nase und Rachen miteinander verknüpft, weist bei Kindern eine geringere Länge aus.

Bei einer Nebenhöhlenentzündung können die Erreger vereinfacht ins Mittelohr eindringen.

Darüber hinaus kommen bei Kindern Erkrankungen wie Mumps und Masern für die Beschwerden im Bereich der Ohren in Frage.

Eine Impfung kann (unter Umständen) Abhilfe verschaffen.

Wann ist ein Arztbesuch sinnvoll?

Treten die Schmerzen im Rahmen einer allgemeinen Erkältung auf, ohne ein überaus intensives Ausmaß anzunehmen, stellt es in der Regel kein Problem dar, einige Tage abzuwarten.

Besteht der Verdacht einer Mittelohrentzündung, ist es jedoch wichtig, dass frühzeitig ein Arzt konsultiert wird.

Dasselbe gilt für ein durchbohrtes Trommelfell oder Fremdkörper, die sich im Gehörgang verfangen haben. Diese sollten generell von medizinisch geschultem Personal entfernt werden, um eine Verletzung des Ohrs zu vermeiden.

Was hilft gegen die Schmerzen?

Die Behandlung hängt von der zugrunde liegenden Erkrankung ab.

Neben Medikamenten der Schulmedizin kann auch zu Hausmitteln gegriffen werden, wie zum Beispiel einem Zwiebelwickel.

Zuvor sollte ein Arzt jedoch das Vorliegen einer ernsthaften Krankheit ausschließen. Eine Entzündung der Ohrmuschel wird in der Regel mithilfe einer Salbe geheilt, die sich entweder gegen Pilze oder Bakterien richtet.

Bei einer Mittelohrentzündung verschreiben die meisten Mediziner Ohrentropfen, um die innere Belüftung des Ohr zu fördern. Manchmal reichen die Tropfen jedoch nicht aus.

In einem solchen Fall wird zudem ein Antibiotika verschrieben. Treten die Entzündungen in regelmäßigen Abständen auf, lässt sich ein Röhrchen verlegen, welches eine optimale Belüftung und das Ablaufen von Flüssigkeiten ermöglicht.

Eine Verletzung des Trommelfells, die sich durch eine Perforation äußert, muss in den meisten Fällen nicht direkt behandelt werden. Stattdessen ist der Körper dazu in der Lage, das Gewebe eigenständig zu erneuern.

Erst wenn das Loch nach zwei Monaten unverändert ist, kann eine Operation erfolgen. Bei dem chirurgischen Einsatz wird ein künstliches Trommelfell eingesetzt.

Ein Zwiebelwickel gehört zu den Hausmitteln, die den meisten Menschen bekannt sind.

Zwiebelwickel empfehlen sich vor allem dann, wenn leichtere Ohrenschmerzen vorliegen.

Die weißen Knollen wirken nicht nur keimabtötend und entzündungshemmend. Sie können darüber hinaus Schwellungen im Ohr abklingen lassen.

Dafür wird eine Zwiebel in kleine Stücke geschnitten und anschließend zerdrückt. Damit die Wirkstoffe besser ins Ohr dringen können, sollte der Brei kurz ohne Öl angebraten werden.

Die warme Flüssigkeit wird in ein dünnes Tuch gelegt. Bevor Sie den Wickel auf Ihrem Ohr platzieren, sollten Sie darauf achten, dass er eine angenehme Temperatur entwickelt hat.

Mit einem Stirnband lässt sich der Zwiebelwickel am Kopf befestigen. Insgesamt können Sie das Tuch so lange über ihrem Ohr lassen, bis der Brei aus Zwiebeln spürbar abgekühlt ist.

Im besten Fall wird die Prozedur mehrmals am Tag wiederholt.